Portraitfotografie unter freiem Himmel – Meine Erfahrungen und Erkenntnisse

Die Portraitfotografie hat mich schon immer fasziniert, aber erst als ich begann, mehr Outdoor-Shootings zu machen, habe ich wirklich verstanden, wie viel Magie in natürlichem Licht und einer spannenden Umgebung steckt. Die Arbeit im Freien bringt einige Herausforderungen mit sich, aber genau das macht sie so spannend. Hier teile ich meine Erfahrungen mit euch.

1. Das Licht bestimmt das Bild

Einer meiner ersten Fehler in der Outdoor-Fotografie war es, einfach loszuziehen, ohne auf das Licht zu achten. Ich erinnere mich an ein Shooting im Sommer, als ich mittags in der prallen Sonne fotografiert habe – harte Schatten, überstrahlte Haut, einfach keine schönen Bilder.

Mit der Zeit habe ich gelernt, dass die goldene Stunde – kurz nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang – mein bester Freund ist. Das Licht ist weich, warm und schmeichelhaft. An bewölkten Tagen fotografiere ich besonders gerne, weil das Licht dann wie ein riesiger Softbox-Diffusor wirkt. Und wenn ich doch mal mittags shooten muss? Dann suche ich gezielt nach schattigen Plätzen oder nutze einen Reflektor, um das Licht gezielt zu lenken.

2. Die Umgebung kann das Bild machen – oder ruinieren

Bei meinen ersten Outdoor-Shootings habe ich mich oft nur auf das Model konzentriert und die Location eher nebenbei gewählt. Das führte manchmal dazu, dass der Hintergrund zu unruhig war oder das Model nicht richtig zur Umgebung passte.

Heute plane ich meine Locations bewusster. Ich liebe es, mit Tiefenunschärfe zu spielen und das Model vom Hintergrund abzuheben. Dabei habe ich festgestellt, dass nicht jeder schöne Ort auch eine gute Shooting-Location ist. Ein überfüllter Park mit vielen Menschen im Hintergrund kann ein Bild unruhig wirken lassen, während eine ruhige Allee oder eine Wiese im Abendlicht eine ganz andere Stimmung erzeugt.

3. Natürliche Posen entstehen durch Interaktion

Eine der größten Herausforderungen war es für mich anfangs, meine Models locker zu bekommen. Besonders Menschen, die wenig Erfahrung vor der Kamera haben, wirken schnell verkrampft. Ich erinnere mich an ein Shooting, bei dem das Model so unsicher war, dass jede Pose gestellt aussah.

Mittlerweile habe ich gelernt, dass eine entspannte Atmosphäre alles verändert. Ich spreche während des Shootings viel mit meinen Models, gebe einfache Anweisungen und ermutige sie, sich zu bewegen. Eine kleine Drehung, ein Blick zur Seite oder das Spielen mit den Händen kann ein Bild viel natürlicher wirken lassen. Und manchmal entstehen die besten Bilder in genau den Momenten, in denen das Model nicht bewusst posiert, sondern einfach im Moment ist.

Fazit

Outdoor-Portraitfotografie ist für mich eine der schönsten Arten, Menschen authentisch darzustellen. Jedes Shooting ist anders, weil Licht, Umgebung und Model immer wieder neue Herausforderungen mit sich bringen. Aber genau das macht es so spannend! Ich liebe es, mit natürlichem Licht zu arbeiten, die perfekte Location zu finden und durch entspannte Interaktion echte Emotionen einzufangen.

Hast du schon mal ein Outdoor-Shooting gemacht? Was sind deine Erfahrungen? Lass es mich in den Kommentaren wissen! 😊